Formula Student

Geschichte & Konzept

Bei dem Projekt Formula Student handelt es sich um einen internationalen Konstruktionswettbewerb für Studenten, mit dem Ziel in Eigenregie innerhalb eines Jahres einen einsitzigen Formelrennwagen zu entwickeln und zu fertigen.

In den 70er Jahren wurden bei einem Vorläuferprojekt Geländefahrzeuge konstruiert, bis dann im Jahre 1981 in den USA die Formula Student von der „Society of Automotive Engineers“ (SAE) ins Leben gerufen wurde. Bereits früh erkannte die Automobilindustrie das Potenzial dieses Wettbewerbs und somit wurde 1998 der erste europäische Formula Student Wettbewerb in England ausgetragen. Der „Verein Deutscher Ingenieure“ (VDI) setzte diese Idee im Jahr 2005 auch in Deutschland um, welche sich seither steigender Beliebtheit erfreut.

Weitere Austragungsorte sind Österreich, Italien, Spanien, Ungarn, Russland, USA, Japan, Indien und Brasilien.

Die Herausforderung des Konstruktionswettbewerbs besteht in der Entwicklung, Konstruktion und Fertigung eines Prototypen kombiniert mit der finanziellen Planung, Organisation und Verkaufspräsentation, welche ebenfalls selbstständig von den Studenten erstellt und durchgeführt werden muss. Voraussetzung für die Teilnahme ist dabei die Einhaltung eines strengen internationalen Reglements. Speziell in Bezug auf die Vermarktung des Rennwagens ist der Prototyp für den Markt der nicht- professionellen Hobbyrennfahrer in einer virtuellen Zahl von 1.000 Stück zu entwickeln. Auf den jährlich stattfindenden Wettbewerben wird der Bolide dann anhand verschiedener Disziplinen vor einer Expertenjury der Automobil- und Motorsportindustrie und Vertretern der Wirtschaft sowie anderen Teams vorgestellt.

Ziel ist die Ergänzung des Studiums um ein realistisches Entwicklungsprojekt. Neben technischem Know-how wird auch die interdisziplinäre Ausbildung der Studenten gefördert. Darüber hinaus stellt das Projekt durch Kreativität, Eigenverantwortung, Teamfähigkeit sowie Zeit- und Projektmanagement hohe Ansprüche an die sozialen Kompetenzen jedes einzelnen Mitgliedes.