Disziplinen

Jeder Wettbewerb setzt sich aus verschiedenen Disziplinen zusammen, welche sich in die zwei Hauptbereiche „Static Events“ und „Dynamic Events“ untergliedern lassen. Auf Grund der internationalen Ausrichtung von Formula Student werden dabei sämtliche Events in Englisch abgehalten. Insgesamt kann eine maximale Anzahl von 1.000 Punkten erreicht werden.

Static Events:

Presentation Event: Durch eine zehnminütige Präsentation sowie einer anschließenden Fragerunde muss das Team die Juroren von einer fiktiven Investition in eine Kleinserienproduktion des Prototypen überzeugen. Mit dem Business Plan können 75 der 1.000 möglichen Punkte erreicht werden.

Cost Event: Den Juroren wird eine komplette und sehr detaillierte Kostenaufstellung des Prototypen vorgelegt. Außerdem erhalten die Teams kurz vor dem Event eine besondere Aufgabenstellung, einen sogenannten Real Case, den es zu lösen gilt. Durch die Ausarbeitung der Kalkulation soll den Mitgliedern ein Kostenbewusstsein für das gebaute Fahrzeug vermittelt werden. Insgesamt können in dieser Disziplin 100 der 1.000 möglichen Punkte erreicht werden.

Design Event: Alle technischen Einzelheiten des Rennwagens werden nach Idee, Durchdachtheit und Umsetzung bewertet. Dabei müssen sich die Teammitglieder einer Reihe von Expertenfragen stellen und ihr Konzept verteidigen. Damit lassen sich 150 der 1.000 möglichen Punkte erzielen.

Dynamische Events:

Bevor die dynamischen Events starten können, muss der Prototyp zunächst verschiedenen Prüfungen standhalten.

Darunter fallen das Scrutineering, der Noise Test, der Brake Test sowie der Tilt Table Test. Nur wenn der Formelrennwagen alle vier Prüfungen besteht, ist er für die dynamischen Events zugelassen.

Diese bestehen aus den folgenden vier Disziplinen und bewerten die Performance des Autos bei unterschiedlichen Anforderungskontexten. Dabei sind jeweils zwei Versuche erlaubt, welche jedoch von unterschiedlichen Fahrern erbracht werden müssen. Das bessere Ergebnis wird gewertet.

Skid Pad: Der Fahrer des Teams muss einen festgelegten Achterkurs in möglichst kurzer Zeit abfahren. Ausschlaggebend hierbei sind die Konstruktion des Fahrwerks, insbesondere die ermittelte Querbeschleunigung, und das Talent des Fahrers. Hier können 75 der 1.000 möglichen Punkte erreicht werden.

Acceleration Event: Der Rennwagen muss auf einer 75m langen Strecke vom Stand aus beschleunigt werden. Hier zeigen sich Motorleistung und Traktion des Formelrennwagens. 75 der 1.000 möglichen Punkte sind erreichbar.

Autocross: Beim Abfahren eines abgesteckten Kurses von ca. 1km Länge soll eine möglichst gute Rundenzeit eingefahren werden, wobei die Fahrer im Vorhinein keine Trainingsrunde gefahren sind. Es lassen sich 100 der 1.000 möglichen Punkte erzielen.

Endurance: Auf dem abgesteckten Kurs des Autocross wird nun eine Strecke von 22km absolviert. Nach der Hälfte der Runden findet ein Fahrerwechsel statt. Der Formelrennwagen muss ohne äußere Hilfe anspringen und die gesamte Strecke auf Zeit absolvieren. Bei dieser Disziplin wird darüber hinaus der Verbrauch und die Economy des Prototypen errechnet und bewertet. Insgesamt lassen sich in dieser Disziplin eine maximale Anzahl von 300 Punkten für den Endurance und 100 Punkte für den Fuel Economy erzielen.