Motor

Kempten ist YAMAHA

Die Wahl unseres diesjährigen Motorenkonzepts fiel aufgrund Jahre langer Erfahrungswerte wieder auf das 600ccm Supersportlertriebwerk von YAMAHA. Hauptaugenmerk war die Zuverlässigkeit und die Fahrbarkeit des Rennwagens. Diese beiden zentralen Punkte finden sich auch im kompletten Aufbau des Antriebsstrangkonzeptes wieder und fügen sich somit nahtlos in das Gesamtfahrzeug ein.

Die Modellierung des Luftpfades erfolgte mittels des 1D-Ladungswechselanalyseprogramms AVL Boost, welches uns von der Hochschule zur Verfügung gestellt wurde. Dadurch konnten grundsätzliche Abmessungen des Ansaug- und Abgassystems modelliert, und auf Ihre Zweckmäßigkeit hin untersucht werden. Die diesjährige Airbox wurde wie im vergangenen Jahr durch das Rapid-Prototyping Verfahren SLS (selektives Lasersintern) aus Kunststoff gefertigt. Hierdurch wird unseren Konstrukteuren die größtmögliche gestalterische Freiheit gegeben. Vielen Dank an dieser Stelle an die Arndt Sauter GmbH, P4P und Cirps. Unnötige Komponenten wie z.B. das Sekundärluftsystem werden für den Rennbetrieb entfernt und verplombt. Der Abgaskrümmer wurde eigens von der Firma Sieker Rennsport für uns angefertigt und unterstützt im Zusammenspiel mit der Airbox und den Saugrohren optimal den Ladungswechsel, in den für uns relevanten Drehzahlbereichen. Sowohl Drosselklappe als auch Endschalldäpfer sind in unserem Fahrzeug Kaufteile von ATPower, da bereits beide Komponenten auf unser Antriebskonzept passen und auch schon gewichtsoptimiert sind.

Das Kühlsystem und das Ölsystem hat sich seit der Überarbeitung am letzten Prototypen bewährt und wurde in unserem diesjährigen Fahrzeug aufgrund der Zuverlässigkeit übernommen. Vielen Dank an dieser Stelle an die Firmen AKG und  Multivac für Ihre Unterstützung. Der Lüfter für die Kühlung wurde von der Firma SPAL bezogen. Unsere von Multivac gefräste Ölwanne wurde innen bestückt mit Schwallblechen damit das Öl in den Kurven im Bereich der mittig platzierten Ölpumpe bleibt. Unsere Ölwannendichtung wurde vom FABLAB gelasert.

Passend zur Drehmomentcharakteristik wurde das Getriebe und die finale Übersetzung an unsere Bedürfnisse angepasst um zu einem runden Gesamtkonzept zu gelangen. Viele Teile wurden uns dabei von der Lehrwerkstatt der Firma AGCO Fendt in Marktoberdorf bereitgestellt.

Auch der Bereich der Steuergerätkalibrierung wurde natürlich nicht vernachlässigt. So wurde dieses Jahr die VECTOR Canape Software verwendet. Als Steuergerät selbst wurde die Bosch MS4 verwendet die für uns alle wichtigen Funktionen bereitstellt. Des weiteren kamen Messmodule der Firma IPTRONIK zum Einsatz um relevante Messdaten aufzeichnen zu können. So kann man das Fahrzeug durch Datenanalyse zu optimieren.

Abschließend möchte sich das komplette Ressort Motor noch einmal bei allen Sponsoren und Unterstützern (natürlich auch bei den Alumnis und unseren Professoren) für die tolle Saison und die Hilfe bedanken.