Fahrwerk

Das diesjährige Fahrwerk des TOMSOI VI besteht auch in dieser Saison wieder aus den bewährten Doppeldreiecksquerlenkerachsen. So entschieden wir uns für punktuelle Änderungen am Fahrwerk des nun sechsten Boliden.

Ein wichtiges Ziel des Ressorts Fahrwerk ist die Polyvalenz. Hierzu wurde zunächst die Dämpferposition der hinteren Dämpfer angehoben und an den oberen Motorhalterungen befestigt. Diese Systemumstellung erlaubt uns in kürzester Zeit das Dämpfersetup zu variieren – ohne großen Demontageaufwand betreiben zu müssen.  Die vorderen Dämpfer sind weiterhin seitlich positioniert und werden weiterhin mit der etablierten Druckstabtechnik angesteuert. Dadurch, dass wir ohne großen Aufwand verschiedenste Setups am Fahrzeug testen können, ohne die kostbare Testzeit zu strapazieren, können wir die Betriebsbedingungen für eine optimale Fahrzeugperformance herausarbeiten.

In Verbindung mit den Einstellmöglichkeiten am Fahrzeug galt es auch, die Daten des TOMSOI VI zu erfassen und auszuwerten. So erfassen wir dieses Jahr die Dämpferauslenkung, Neigungs- und Beschleunigungsdaten, sowie Raddrehzahlen für unsere Rundenanalyse, für eine maximale Fahrzeugperformance und dabei dem Fahrer ein bestmögliches Arbeitsgerät vorzusetzen.

Natürlich vergeht auch keine Saison ohne Überarbeitung der Kinematik. Es wurden an beiden Achsen die Rollzentren herabgesenkt, um Sturzgewinne beim Einfedern zu generieren. Die größeren Sturzwerte nehmen uns zwar etwas Beschleunigungs- und Bremspotential, aber durch deutlich höhere Kurvengeschwindigkeiten sehen wir durch Erfahrungswerte und rechnergestützte Simulation der Rundenzeiten eine höhere Fahrzeugperformance auf der Strecke. In der Testphase unseres TOMSOI VI wurden diese Werte dann durch das Fahrertraining validiert und das Fahrwerk optimal auf Fahrer und Strecke abgestimmt.

Zu guter Letzt konnten wir ohne einen Diätplan noch an Gewicht verlieren. So konnten wir an den meisten Bauteilen im Bereich Fahrwerk das ein oder andere Gramm einsparen und sehen uns somit in der Lage, knapp 8% des Gesamtgewichts des Fahrwerkssegments einzusparen.